Gemeindebote 5/2025

Dienstabende im Juli und August

Im Juli übten wir abermals in dem zum Abriss stehenden Gebäude im Burkamp.

Dieses Mal stand der Leiterhebel auf dem Programm. Mit dieser Technik kann eine verletzte Person sehr schonend auf der Trage oder dem Spineboard aus einem höher liegenden Geschoss gerettet werden, wenn der Rückweg über die Treppe versperrt ist. 

Die verletzte Person wird zunächst auf der Trage sicher eingebunden. Von draußen wird unterhalb des Fensters, durch das die Person gerettet wird, eine Leiter angestellt, an der am oberen Ende Halteleinen befestigt sind.

An diese Leiter wird nun im Obergeschoss die Trage angebunden. Am hinteren Ende der Trage werden ebenfalls zwei Halteleinen befestigt.

Nun wird die Leiter von draußen so aufgerichtet, dass die Trage durch das Fenster schweben kann. Die Leiter wird von unten langsam herabgelassen und an den Seiten mit den Leinen stabilisiert, während von oben die Trage an den Leinen gehalten und immer ein Stück weiter herabgelassen wird, so dass diese immer waagerecht bleibt. Auf diese Weise „schwebt „die Trage langsam nach unten.

Die verunfallte Person wird mittels des Leiterhebels schonend auf der Trage aus dem Obergeschoss nach unten gebracht.

Beim zweiten Julidienst lag der Ausbildungsschwerpunkt beim dreiteiligen Löschangriff an der großen Scheune im Röthsoll / Ecke Christiansruh.

Seitdem der Hydrant Ecke Röthsoll / Stover stillgelegt wurde, ist die nächste Wasserentnahmestelle der Überflurhydrant an der Hofstelle Schröder.

Dieser Hydrant ist der einzige seiner Art im Dorf und es sind spezielle Werkzeuge erforderlich, an die im Einsatz und auch in der Übung gedacht werden muss. 

Anders als bei Unterflurhydranten sind beim Überflurhydrant neben dem großen Hydrantenschlüssel auch ein Verjüngungsstück von A auf B (Durchmesser), der Rückflussverhinderer sowie ein Dreieckshydrantenschlüssel und ein Kupplungsschlüssel erforderlich.

In der verrauchten Scheune befand sich eine vermisste Peron, die von den Atemschutzgeräteträgern* des Angriffstrupps schnell gefunden und gerettet wurde. Unser Löschfahrzeug wurde dabei vom LF 20 KatS mit Löschwasser versorgt. 

An der Einsatzstelle ist Teamarbeit erforderlich. Während der Angriffstrupp in der Scheune die Person rettet, wartet draußen der Wassertrupp darauf, den ersten Trupp abzulösen. Zudem wartet der Schlauchtrupp mit medizinischer Ausrüstung darauf, die verletzte Person in Empfang nehmen und versorgen zu können.

Für den ersten Dienst im August, der schon in den Ferien lag, hatte sich die Wehrführung einen kleinen Löschübungs-Wettkampf ausgedacht, bei dem jeder Kamerad sowohl löschen, als auch seine Kenntnisse über die Gerätschaften auf dem Auto und seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnte. Auf dem Sportplatz traten die Kameraden in zwei Gruppen gegeneinander an. Jeder musste nacheinander die folgenden Aufgaben absolvieren: 

  • einen Verkehrsleitkegel so um die eigene Achse drehen, dass er richtig herum zum Stehen kommt, 
  • zum Strahlrohr laufen und dieses von Hohlstrahl auf Vollstrahl umstellen und sodann einen Tennisball von einem Verkehrsleitkegel und einen Fußball aus einem Reifen spritzen, das Strahlrohr wieder umstellen, schließen und die Bälle für den nächsten wieder zurück legen, 
  • den nächsten Kameraden abklatschen, so dass dieser beginnen kann, einen Zettel mit einem Gegenstand vom Fahrzeug ziehen und diesen dann vom Fahrzeug holen und zum Startpunkt bringen.

 

Das Ganze ging natürlich „auf Zeit“. Nachdem jeder Kamerad zwei Durchgänge absolviert hatte, wurden die rund 30 Gegenstände vor allem für die neuen Kameraden noch einmal benannt und erklärt, wo sie sich auf dem Fahrzeug befinden. 

Beim Dienstabend darf auch der Spaß ab und zu nicht fehlen, wie hier beim Löschübungswettkampf.

Und auch beim zweiten Feriendiensten im August blieben die Kameraden aktiv. Auf dem Dienstplan stand die gründliche Reinigung des Gerätehauses. 

Fortbildungen

Claudia Werner hat die Ausbildung zur Atemschutzgeräteträgerin erfolgreich abgeschlossen und auch Maria Brysch hat am Gruppenführer-Vorbereitungslehrgang mit Erfolg teilgenommen.

Am 02. August fand eine Katastrophenschutzübung statt, an der zwei unserer Kameraden teilnahmen. Dabei wurden über 1000 Sandsäcke befüllt und verschiedene Techniken der Deichsicherung geübt.

Neben den Kameraden aus Kleinflintbek und Flintbek, nahmen auch Kameraden der FF Gettorf und des THW Eckernförde an dieser Übung teil. 

Bei der Übung des Katastrophenschutzes wurden Sandsäcke befüllt und verschiedene Verlegetechniken für die Deichsicherung geübt.

Im Juli fand das alljährliche Drei-Länder-Eck-Treffen der Wehren und Jugendwehren der FF Moorsee, FF Boksee und FF Kleinflintbek in Moorsee statt.

In drei Spielen traten die Kameraden gegeneinander an.

Mit viel Spaß und Teamgeist durften wir uns am Ende über einen zweiten Platz freuen.

Die Jugendwehr Flintbek belegte ebenfalls den zweiten Platz. 

Mit Spaß und Teamgeist erreichten wir beim Drei-Länder-Eck-Treffen in Moorsee den zweiten Platz.

Am 19.07. fand schließlich der Grillabend der aktiven Gruppe und der Jugendwehr statt.

Das neue Gruppenführer-Duo Clint (Michael) Kramer und Maria Brysch schwangen die Grillzangen und servierten knackige Bratwürste, Cevapcici und saftiges Fleisch vom Grill.

Mit den selbstgemachten Salaten und dem ein oder anderen kühlen Getränk ließen es sich die Kameraden gut gehen und feierten die Kameradschaft bis in den späten Abend. 

Ausblick 

Nach einem terminreichen Frühjahr wird es im Herbst etwas ruhiger. 

Als Nächstes stehen im September der Amtsfeuerwehrtag in Blumenthal und im Oktober das Laterne laufen auf dem Programm. Zudem wird ebenfalls im Oktober eine kleine Abordnung zum Herbstfest zu unserer Partnerwehr nach Reinhausen fahren. 

Wir wünschen Ihnen und Euch einen farbenfrohen und sonnigen Herbst. 

Ihre & Eure Freiwillige Feuerwehr Kleinflintbek 

Monika Kramer
Schriftwartin