Wir führten am 3. und 18. September sowie am 1. und 16. Oktober 2025 unsere Übungsabende durch.
Zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft ist eine fehlerlose Wasserförderung erforderlich. Wir überprüften diverse Wasserentnahmestellen und füllten Löschwassertanks auf. Hierzu zählten der Löschwassertank am Spielplatz im Saalbeek, der Wassertank in der Hörn, die Wasserentnahmestelle im Heimstättenweg am Löschteich und der Wassertankhochbehälter am Ehrenmal. Zudem übten wir die Schaffung von Zugängen zur Rettung von Menschenleben über Türen oder Fenster mit möglichst geringem Schaden und den Aufbau einer umfangreichen Lichtszenerie zur Ausleuchtung einer Einsatzstelle. Auch mit unkonventionellen Hilfsmitteln gelingen erstaunliche Lichteffekte, z.B. zur Absicherung einer Einsatzstelle. Die Drehleitermaschinisten übten den Notfall, dassdas elektrische System oder der hydraulische Druck der Drehleiter ausfällt, und eine sichere Bewegung in die Fahrposition im Notbetrieb erreicht werden muss.
Darüber hinaus arbeiteten unsere Gruppenführer zwei Einsatzszenarien aus, die abgearbeitet wurden:
Im Szenario 1 brennt auf dem „Hof Stegelmann“ im Himmelreich 19 eine Halle und eine Person wird vermisst. Die Wasserentnahmestelle war das Regenrückhaltebecken im Saalbeek. Die vermisste Person wurde nach der Ankunft an der Einsatzstelle schnell gefunden, unter Einsatz von Atemschutz gerettet und versorgt. Die Halle stand im Vollbrand und erforderte einen massiven Löschangriff. Hierzu wurde Löschwasser aus dem Regenrückhaltebecken im Saalbeek mit zwei B-Schlauch-Leitungen über 375 Meter zur Einsatzstelletransportiert. Mit der einen Leitung wurde die Drehleiter eingespeist, die mittlerweile in Stellung gebracht war und von oben löschte. Mit der anderen Leitung erfolgte der Löschangriff unter Atemschutz am Boden. Zudem wurde eine Riegelstellung zum Schutz des Wohngebäudes aufgebaut, um das Übergreifen des Brandes zu unterbinden.
Im Szenario 2 mit dem Einsatzstichwort FEU00Y hieß es für die KameradInnen „Feuer Standard, Menschenleben in Gefahr“ im Haus der Jugend (Pfütze). Dort war ein Feuer in der Küche mit erheblicher mit Rauchentwicklung ausgebrochen. Der Jugendbetreuer konnte nicht sagen, ob sich im Gebäude noch Personen befinden. Die freiwillige Feuerwehr Flintbek rückte nach Eingang des Alarms mit einem Löschzug, bestehend aus FüKw, LF 20 KatS, HLF 10/6 und dem LF 16/12 aus. Die KameradInnen begannen umgehend nach Erkundung der Einsatzstelle mit der Menschenrettung unter Atemschutz und der Brandbekämpfung. Fünf Personen wurden ausdem Gebäude gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Seitlich des Eingangs wurde als zusätzlicher Zu-/Abgang direkt ins 1. OG des Gebäudes die Steckleiter aufgebaut. Nachdem das Feuer gelöscht war wurde das Gebäude mit dem Überdruckbelüfter belüftet, so dass es zeitnah wieder in Betrieb genommen werden konnte.