Übungsabend – 07.05.25 und 15.05.25, 04.06.25 und 19.06.25

Wir führten am 7. und 15. Mai sowie am 4. und 19. Juni 2025 unsere Dienstabende durch, die ganz im Zeichen praxisnaher Ausbildungsinhalte im Hinblick auf die herannahende Sommersaison standen.

Im Mai fokussierte unsere Ausbildung die Grundlagen unserer Aufgaben. Wir arbeiteten mit unseren Leitern, die für die Rettung von Personen aus großen Höhen oder bei technischen Unfällen von erheblicher Bedeutung sind. Zudem bauten wir einen dreifachen Löschangriff für eine schnelle und effektive Brandbekämpfung auf. Die Maschinisten wurden durch spezifische Aufgaben besonders geschult, beispielsweise in der Inbetriebnahme des Notstromaggregats. Die Atemschutzgeräteträger erhielten eine Ausbildung mit theoretischen Grundlagen: Sicherheit im Einsatz, Verhaltensregeln, und das richtige Einschätzen von Gefahren. In der Praxis, ausgerüstet mit den schweren Geräten, erkundeten sie detailliert die Strahlrohre.

Im Juni lag der Schwerpunkt in der Vorbereitung der Sommersaison. Neben dem Aufbau einer Löschwasserversorgung kamen am ersten Übungsabend unsere Hebekissen und der Mehrzweckzug zum Einsatz. Hebekissen können sehr schwere Lasten heben oder stabilisieren. Sie werden unter die Last positioniert. Dabei muss der Schwerpunkt der Last, das Gewicht und die Hubhöhe eingeschätzt
werden. Nach der Positionierung wird das Hebekissen mit Druckluft befüllt. Während des Hebens wird die Last mit Keilen und Hölzern unterbaut. Mit der Drehleiter haben die KameradInnen den Umgang mit dem Mehrzweckzug geübt. Der Mehrzweckzug ist zum Ziehen, Heben, Ablassen und Sichern von Gegenständen / Lasten mit einem Seil geeignet. Standard – Greifzüge sind ausgelegt für eine Zugkraft von mehreren tausend Newton bis zu über dreißig Kilo-Newton. Die gängigen Größen sind 8, 16 oder 32 Kilo-Newton Zugkraft.

Beim zweiten Übungsabend des Monats übten zwei Gruppen im Batterieweg die Waldbrandbekämpfung im Fahrbetrieb im Modus „Pump an Roll“. Die Löschwasserauftankung erfolgte im Wechsel. Dabei wurde die durch die Gemeinde Flintbek beschaffte neue Waldbrand- Ausrüstung eingeführt. Diese umfasst Waldbrand – Angriffskörbe, die an Fahrzeugen angebracht werden, eine Feuerpatsche für den Erstangriff, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers am Boden zu mindern und Löschrucksäcke, die mit Wasser befüllt werden, für den fußläufigen Angriff. Beide Mittel sind besonders an für Fahrzeuge unzugänglichen Stellen hilfreich. Das Dönges-Waldbrandwerkzeug ermöglicht die Löschung von Glutnestern unter der Mutterbodenschicht.

Eine weitere Gruppe installierte erstmalig die neue Dekontaminierungsausrüstung. Auf einem Rollcontainer befindet sich eine komplette Hygieneanlage, die nicht nur das Abbürsten staubiger Einsatzkleidung und Händewaschen, sondern auch eine vollwertige Dekontamination an der Einsatzstelle ermöglicht.

Die großartige Unterstützung der Feuerwehr in der Gemeinde Flintbek ist keinesfalls selbstverständlich, was auf dem Übungsabend dankbar von den KameradInnen gewürdigt wurde.